Die 50-jährige Geschichte der Interlaken Classics

Unser Verein besteht seit 50 Jahren und hat heute rund 300 Einzel- und Kollektiv-Mitglieder.
Gemäss Artikel 3 seiner Statuten bezweckt er die Durchführung der "Interlaken Classics" und weiterer musikalischer Anlässe. Daneben unterstützt er Nachwuchsta­lente sowie Institutionen und Einzelpersonen, welche sich um die Förderung von Nach­wuchsmu­si­kern besonders verdient machen.
 
Entwicklung von den Mozart-Wochen zu den heutigen Interlaken Classics

 
1961-1970: Die zehn Mozart-Wochen brachten als Schwerpunkte Mozart Opern begleitet von Sinfoniekonzerten und Konzert-Matineen. Letztere haben sich bis heute erhalten. 1970 findet der erste Opernball mit musikalischen Einlagen statt.

1971: Ein Übergangsjahr. Zur Rettung der Opernaufführungen wurde Mozart von Rossini, Haydn und Verdi abgelöst. Es findet der zweite musikalisch bereicherte Opernball statt.

1972-1975: Neben den Orchesterkonzerten und Balett-Abenden finden immer noch Opernaufführungen im halbszenischen und konzertanten Gewande statt. Der Opernball mutiert zum Festwochenball.

1976-1991: Keine Opernaufführungen mehr mit Ausnahme von 1982 und 1985. Fortsetzung der Ballett-Abende und Einführung der Kammermusik-Abende. Letztere haben sich bis heute erhalten. Gelegentlich musikalisch-literarische Veranstaltungen. Verzicht auf den Opern- oder Festwochenball.

1992-1999: Verzicht auf Ballett-Abende. Bereicherung des Programms mit Opern-Galen und Vergrösserung der Zahl der Sinfoniekonzerte und Kammermusikabende. Einführung von Neujahrskonzerten ab 1997.

2000-2005: Klare Strukturierung von je zwei Sinfoniekonzerten, Kammermusikabenden und Matineen. Fortsetzung der Neujahrskonzerte und Bereicherung durch Nischenanlässe wie die Bläser-Serenade und Lunchkonzerte.

2006: Ein Übergangsjahr. Letzter Austragungstermin im Sommer. Zwei Sinfoniekonzerte, ein Galakonzert, 1 Matinée (nicht mehr wie üblich als Eröffnungsanlass) und 1 Kammermusikabend. Erstmalige Veranstaltung von Meisterkursen (Sir James Galway und Elza Kolodin) mit Abschluss-Konzerten.

2007- 2009: Neuer Austragungstermin im Frühjahr. Drei Sinfoniekonzerte (mit den besten Jugendorchestern der Welt), ein Matinée, ein Kammermusikabend und zur Bereicherung des Programms ein Meisterkonzert (David Geringas) neben dem Schlussabend des Meisterkurses. 2009 tritt zum Meisterkurs für Violoncello ein weiterer für Violine (Zakhar Bron). Die Meisterkonzerte verdoppeln sich dabei. Auf das Engagement bestimmter Kammermusikensembles für einen spezifischen Kammermusikabend wird demzufolge abgesehen. Neu ins Programm werden sogenannte Kinder- und Familienkonzerte aufgenommen, im vollen Bewusstsein, dass die Festwochen mit ihrer klassischen Musik im Zentrum für das Fortbestehen dieser doch einmaligen Klasse und Kultur auf die kommenden Generationen angewiesen sind.

2010: Mit Stolz und Freude blicken wir auf die am 10. April zu Ende gegangenen 50. Interlaken Classics zurück. Das Jubiläum kann als endgültiger Durchbruch des neuen Konzepts gewertet werden. Zahlreiche Konzerte – u.a. die beiden Sinfoniekonzerte des European Union Youth Orchestra und die Meisterkonzerte mit David Geringas, Violoncello und Zakhar Bron, Violine – waren gar ausverkauft.

2011: Die 51. Ausgabe von Interlaken Classics (26.3. bis 23.4.2011) stand der Jubiläumsausgabe an Höhepunkten in nichts nach. Neben dem European Union Youth Orchestra traten Starbariton Thomas Hampson und das Gustav Mahler Jugendorchester - unter der Leitung von Philippe Jordan (Musikdirektor der Pariser Oper) - in Interlaken auf.

2012: Auch an den 52. Interlaken Classics löste wieder ein musikalisches Hightlight das andere ab. Neben jungen Künstlerinnen wie Khatia Buniatishvili, Vilde Frang, Dinara Klinton oder Rémi Geniet traten Altmeister wie Ingo Metzmacher, Vladimir Ashkenazy, Zakhar Bron und Maxim Vengerov am Festival auf.